»La Liste« 2026: Schwarzwaldstube erneut zum besten Restaurant der Welt gekürt

Die „Schwarzwaldstube“ im Traditionshotel Traube Tonbach ist erneut als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet worden. In der von La Liste in Paris veröffentlichten Weltrangliste für 2026 belegt das Baiersbronner Gourmetrestaurant unter Regie von Küchenchef Torsten Michel abermals Platz 1. Nach den Spitzenplatzierungen der vergangenen Jahre ist es bereits das dritte Mal, dass die Schwarzwaldstube die höchste Wertung des internationalen Rankings erreicht. Die Auszeichnung wurde anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von La Liste bei einem Festakt im französischen Außenministerium „Quai d’Orsay“ in Paris verliehen.

Fotos: Julian Beekmann

Wer weltweit nach den besten Gourmetadressen sucht, landet unweigerlich bei  »La Liste«. Der Restaurantführer wertet mehr als 1.100 Quellen aus, von klassischen Rankings über Magazine bis hin zu Blogs und Online-Bewertungen, und verdichtet sie zu einer globalen Bestenliste. 2026 umfasst die »La Liste« rund 1.350 Restaurants aus über 200 Ländern. Die aktuelle Ausgabe zeigt außerdem, dass Deutschland abermals an der Weltspitze mitmischt, denn drei weitere Restaurant folgen mit 99,0 beziehungsweise 98,5 Punkten in der weltweiten Spitzengruppe.

Stellvertretend für Torsten Michel nahm in diesem Jahr Heiner Finkbeiner, Inhaber der Traube Tonbach, die Auszeichnung in Paris entgegen. Bei der Pressekonferenz betonte der Hotelier: „Ich freue mich, diese besondere Auszeichnung Torsten Michel und unserem Team in Tonbach überbringen zu dürfen. Die Schwarzwaldstube im globalen Umfeld erneut ganz vorne platziert zu sehen, macht uns alle sehr stolz.“

Mit einer Bewertung von 99,50 von 100 möglichen Punkten behauptet die Schwarzwaldstube ihre Position an der Spitze der internationalen Haute Cuisine gemeinsam mit neun punktgleichen Erstplatzierten. Jörg Zipprick, Chefredakteur von La Liste, erläutert: „Die Schwarzwaldstube verkörpert, was große Küche in Deutschland ausmacht: handwerkliche Präzision, sinnvolle Kreativität und eine Kontinuität auf Weltniveau. Eine Kombination, die selbst international selten geworden ist.“

Gebeizter Thunfischbauch und -rücken mit Thunfischschmalz, Croûtons und Imperialkaviar, Salat von Artischocken mit Kapern und Sardellen

Salat von jungen Bohnen, Bohnenkerne, Wildkräuter, Stangenbohnenmousseline, geräucherter Rohmilchbutter, Dinkel-Urkrusten-Croûtons, Bohnenkrautcoulis

Erfolg durch Kontinuität und Fokus auf den Gast

„Dass wir erneut mit vielen geschätzten Kollegen an der Spitze von La Liste stehen, freut uns natürlich“, bestätigt Küchenchef Torsten Michel. Seine Küche für die Schwarzwaldstube lebt von klassisch französischen Elemente verbunden mit einer behutsam weiterentwickelten Modernität. Im Mittelpunkt stehen kompromisslose Produktqualitäten, präzises Handwerk und Gerichte ohne überflüssige Effekte.

„Unser Anspruch in der Schwarzwaldstube bleibt unverändert – wir kochen für unsere Gäste. Auf meine Karte gehört, was ihnen schmeckt und das sind Gerichte, die aus der Logik des Produkts entstehen, nachvollziehbar bleiben und trotzdem Tiefe haben.“

Die weltbesten Restaurants

Die internationale Spitzengruppe liest sich wie ein Who’s who der Haute Cuisine: »Guy Savoy« in Paris, »Le Bernardin« in New York, »Lung King Heen« in Hongkong – und die »Schwarzwaldstube« mittendrin. In der Spitzengruppe von La Liste 2026 finden sich die folgenden Restaurants:

„Lung King Heen“ (Hong Kong, China)

„Robuchon au Dôme“ (Macao, China)

„Guy Savoy“ (Paris, Frankreich)

„Da Vittorio“ (Brusaporto, Italien)

„Matsukawa“ (Minato-ku, Japan)

„Martín Berasategui“ (Lasarte-Oria, Spanien)

„Cheval Blanc“ (Basel, Schweiz)

„Le Bernardin“ (New York, USA)

„SingleThread“ (Healdsburg, USA)

Alle zehn Häuser erreichen die Höchstwertung von 99,50 Punkten.

Plätze 2 und 3 der DACH-Region

Auf dem zweiten Platz folgen mit jeweils 99,00 Punkten weltweit 18 Restaurants. Aus dem deutschsprachigen Raum gehören dazu das „Aqua“ in Wolfsburg (das nun leider in den kommenden Tagen schließt, siehe unseren Bericht dazu in dieser Ausgabe) und das „Waldhotel Sonnora“ von Clemens Rambichler in Dreis.

Den dritten Platz teilen sich weltweit 16 Restaurants. Aus der DACH-Region sind hier das „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ in Perl (Deutschland) und das „Schloss Schauenstein“ in Fürstenau von Andreas Caminada (Schweiz) vertreten, beide mit einer Bewertung von 98,50 Punkten.

10 Jahre La Liste

La Liste basiert auf einer Meta-Analyse von mehr als 1.100 gastronomischen Quellen weltweit, darunter Zeitungen, Magazine und Restaurantführer, aber auch Blogs und Online-Bewertungen. Verdichtet werden diese Daten mithilfe eines Algorithmus zu einem globalen Gesamtranking. Anlässlich des zehnjähriges Bestehen von La Liste ergänzt Chefredakteur Jörg Zipprick: „La Liste ist kein Ausdruck eines einzelnen Geschmacksurteils, sondern das Ergebnis einer weltweiten Resonanz. Wenn ein Restaurant in vielen unterschiedlichen Kulturen und Bewertungssystemen Anerkennung findet, beruht das nicht nur auf Statistik, sondern auf einer Form universeller Verständlichkeit. An der Spitze der Liste stehen daher nicht die Lautesten, sondern jene, die ihre Gäste über Jahre hinweg verlässlich überzeugen.“

Das neue Ranking für 2026 umfasst rund 1.350 Restaurants aus über 200 Ländern der Welt und wurde im französischen Außenministerium „Quai d’Orsay“ vor rund 600 geladenen Gästen präsentiert.

Nach oben